Was
hält uns
zusammen?

Herzlichen Dank für die große Beteiligung!

Viele Beiträge sind über die Website und per Post eingegangen. Auf der Seite Bericht gibt es neben der Möglichkeit sich die Beiträge, die wir veröffentlichen durften, anzusehen auch eine Auswertung über die Themen, die sich darin finden.

Natürlich ist es auch weiterhin möglich, sich an der Aktion zu beteiligen. Das passende Formular findet sich hier direkt auf der Seite.

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Stärker als früher überlege ich, darf ich das in dieser Runde sagen?“ „Mit vielen kann ich über meine Meinung nicht reden, ohne dass die Situation eskaliert.“ „Bestimmte Themen spreche ich gar nicht an, weil ein Austausch darüber nicht mehr möglich ist.“ Solche Aussagen begegnen mir häufig und zeigen mir: Unsere Gesellschaft hat sich verändert.

Was ist der Kitt, der uns zusammenhält? Diese Frage beschäftigt mich als Mensch und Bischof schon seit der Coronakrise. Gibt es diesen Boden noch, der uns erlaubt zu streiten, ohne dass mein Gegenüber zum Gegner wird?

Es ist aber keine Lösung, die eigene Überzeugung aufzugeben: Mir ist es wichtig, klar Stellung zu beziehen und für meinen Glauben, meine christlichen Werte einzustehen. Aber genauso wichtig ist es mir, allen Menschen mit Wertschätzung zu begegnen – gerade auch denen, die andere Standpunkte vertreten. Nicht wegen ihrer Meinung oder ihres Verhaltens, sondern um ihrer Menschenwürde willen.

Was hält uns trotz unterschiedlicher Positionen zusammen? Mir ist es ein Anliegen, dass wir miteinander anfangen, nach diesem gemeinsamen Boden zu suchen, nach dem Kitt, der uns zusammenhält. Darum schreibe ich Ihnen heute. 

Bitte machen Sie bei der Aktion „Was hält uns zusammen?“ mit. Ich freue mich auf Ihre Antwort, und vielleicht ist diese Frage auch etwas für ein Gespräch mit anderen in Ihrem Umfeld.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
+ Stefan Heße
Erzbischof von Hamburg

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Diskutieren Sie mit: Was hält uns zusammen?

Was verbindet uns, auch dann, wenn Meinungen, Erfahrungen und Überzeugungen auseinandergehen?

Am 4. September gab es eine Diskussionveranstaltung im Alstertal-Einkaufzentrum, die Aufzeichnung ist auf YouTube verfügbar.

Weitere Veranstaltungen folgen.

Was hält uns zusammen?

Niemand weiß das wohl allein. Aber jede und jeder von uns kennt ein Stück der Antwort: aus dem eigenen Leben, der Nachbarschaft, der Arbeit, aus dem, was man im Alltag erlebt.

Dieses Wissen wollen wir zusammentragen. Ihre Erfahrung gehört dazu. Schreiben Sie in das Formular, was uns aus Ihrer Sicht zusammenhält.

Alle Antworten machen wir auch online sichtbar und stellen sie ausgedruckt an verschiedenen Orten im Norden aus.

Uns hält zusammen …

  • Toleranz, globales Denken und Gleichberechtigung stehen ganz oben auf der Liste. Schon immer haben wir im hohen Norden die Ökumene gelebt. Heute ist sie wichtiger denn je . Dazu zählt auch das Überwinden von veralteten Normen!— anonym

  • Solidarität,
    der Glaube an Jesus Christus und an das gute im Menschen.
    — Georg Bauch aus Hamburg

  • Mitgefühl – die Fähigkeit, das Leid und die Gefühle anderer zu verstehen.— Isabel aus Hamburg

  • Mich hält die Gemeinschaft zusammen, gemeinsam glauben, gemeinsam Projekte machen, gemeinsam feiern, gemeinsam schwere Zeit durchstehen. Miteinander sprechen und nicht übereinander.
    Ich wünsche mir, dass das Erzbistum das auch erkennt, Gemeinschaft und Christ sein fördert, verbindet statt zu trennen und rausgeht in die Gesellschaft.
    — Patrick Baensch aus Hamburg

  • Was uns im Tiefsten zusammen halten kann, sind nicht große theroretische Überlegungen, nicht "Events", sondern gemeinsames Handeln in den Gemeinden füreinander und miteinander für Marginalisierte. Vor allem auch das gemeinsame miteinander Beten, das sich leider heute vielfach – wenn überhaupt – nur noch auf die Sonntagsgottesdienste beschränkt.— Stenzaly, Heinrich

  • – spontane Begegnungen und Austausche im Alltag
    – Freunde, die für einen da sind
    – Familie, die für einen da ist
    – Gemeinsames Reisen und Erlebnisse
    – Gemeinsame Erfahrungen und das gegenseitige Berichten
    – schöne Kaffee & Kuchen – Treffen
    — anonym

  • Familie hält zusammen, in guten wie schlechten Zeiten.
    Die Kirche ist eine große Stütze in der Gesellschaft, für sehr viele Menschen eine Stätte des Zusammenhaltes.
    — anonym

  • Dass wir uns jeder für sich und doch gemeinsam Gedanken darüber machen, wie etwas Friede in dieser Welt bleiben bzw. zurückkehren kann.
    Lächeln und Danke sagen, wann immer sich die Gelegenheit ergibt.
    — Cornelia aus Hamburg

  • Zusammenhalt entsteht, wenn wir die uns alle betreffenden großen Themen (Rohstoffmangel, Naturkatastrophen…) nicht als unüberwindbare Krise, sondern als Herausforderung sehen und daraus gemeinsam Aufgaben definieren. Gemeinsam etwas schaffen!
    …und es verbindet uns die Musik, „Die Macht der Musik“ (Ullrich Fichtner)-Lesetipp zum Weitertragen!
    — Simone Sophie aus Halbinsel Eiderstedt/NF

  • .. der Glaube
    .. die Familie
    .. die Freunde
    .. der Glaube an sich selbst.
    — anonym

  • Unser Kitt: Haltung mit Empathie, soziales Gewissen und Engagement:)— Petra Sauer-Wolfgramm aus Stolpe

  • Unsere Kinder— Peter Stellmach aus Hamburg

  • Der christliche Glaube an die Trinität Gottes, das ewige Leben mit der Erlösung, Vergebung. Die marianische Verehrung der Gottesmutter, der Glaube durch Gottes Hand behütet und beschützt durchs Leben zu gehen und letztendlich alles in Gottes Hand liegt.— Katharina Bienentreu aus Lübeck

  • Musik schafft Gemeinschaft, wo Worte oft trennen. Sie bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Haltung und Lebenswirklichkeit zusammen und lässt Zugehörigkeit unmittelbar erfahrbar werden. Gemeinsames Singen heißt: aufeinander hören, Verantwortung füreinander übernehmen und trotz Verschiedenheit einen gemeinsamen Klang finden.— Michael Müller-Kasztelan aus Molfsee

  • Uns hält ein gutes nachbarschaftliches Miteinander, unser Engagement in der Kirchengemeinde aber auch in der politischen Gemeinde, gegenseitige Hilfsbereitschaft, auch gegenüber uns fremden Menschen, auch mit erkennbar anderer Herkunft, und damit verbundene positive Erfahrungen zusammen. Davon wollen wir Anderen erzählen.— Johannes Imdahl aus Glinde

  • Auch bei unterschiedlichen Ansichten die gemeinsamen Schwerpunkte zu finden.— Sylvia

  • Gemeinsame Erlebnisse und gemeinsam geteilte Emotionen: etwa bei der WM (leider kein Public Viewing), bei den Cylassics Hamburg oder bei Konzerten im Stadtpark (Open Air).— aus Hamburg-Uhlenhorst

  • Dass wir uns genau diese Frage stellen. Und uns wünschen eine (gemeinsame) Antwort darauf zu finden.— anonym

  • Nicht den Blick für das Gute zu verlieren und gut miteinander umzugehen. Wenn jeder etwas Gutes tut, sei es noch so klein, würde die Summe der Ganzen die Gutes tun einen sehr großen Effekt haben.— Arianna

  • Der Glaube an die Freiheit, die Demokratie, sein zu dürfen wie man ist, ein gutes, besseres Miteinander , der Glaube an eine gute, gerechte Welt, an das WIR— René Steinbusch aus hamburg

  • Uns hält die Sprache mit ihren vielen Variationen zusammen!— Karol Piotrowski aus Schwerin

  • Gegenseitiges Vertrauen.
    Offen miteinander umgehen.
    Auch in schwierigen Momenten. Letztendlich auch unser Christl. Glaube.
    — Osseforth aus Medelby

  • Das Wissen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten, damit Vorurteile und Klischees erst gar nicht entstehen.
    Akzeptanz: den anderen so lassen, wie er ist.
    — I.K.

  • Eine intakte Familie, in der sich jeder wohl fühlen kann nur— Norbert aus Barsbüttel

  • Uns hält Vertrauen zusammen. Vertrauen ineinander und Vertrauen in Gott. Ohne Vertrauen entsteht Angst und aus Angst kann Aggression entstehen. Wenn wir ineinander vertrauen und wenn wir in Gott vertrauen, dann können wir uns aufeinander einlassen, aufeinander zugehen und können füreinander jeden Tag Gutes tun.— Katja Weisel

  • Wir alle wollen für uns (alle) das Beste. Jeder hat seine eigene Vorstellung, was es nun sei und die Gepflogenheiten im gegenseitigen Umgang und Diskurs sind verblasst, jedoch bleibt unterm Strich die Überzeugung, dass der eigene (Meinungs-)Kampf sich im Sinne der Allgemeinheit lohnt. Es mag sein, dass es das ist, was uns zusammenhält.— F. F. aus Hamburg

  • Menschen, die sich für andere oder eine Sache engagieren und ihre wertvolle Zeit sinnstiftend einbringen. Dadurch erlebe sie oft Zugehörigkeit, Sinn und Freude.— Yvonne aus Lambrechtshagen

  • Mich hält vor allem gegenseitiger Respekt, Menschlichkeit und die Bereitschaft, einander zuzuhören zusammen.

    Eine Gesellschaft braucht trotz unterschiedlicher Meinungen, dass Bewusstsein, dass wir füreinander Verantwortung tragen und niemanden zurücklassen sollten.
    — Nobi aus Kiel

  • Spontane, ungeplante Gespräche mit bekannten oder unbekannten Personen. Egal ob vor der Haustür, in der Schlange beim Bäcker oder bei der Arbeit.— Simon aus Wismar

  • Wir sollten damit beginnen einander nicht vorsätzlich misszuverstehen. Oft braucht es nur ein Schlagwort und wir ordnen Menschen Kategorien zu. Wir sollten einen Austausch weder an Sympathien festmachen noch müssen wir einander überzeugen. Es braucht Menschen, die versuchen einander zu verstehen, gerade, wenn sie anderer Meinung sind; Erklärs mir!— E. Feuerstein aus Hamburg

  • Uns in der Familie verbindet der gemeinsame Name und das Blut,
    uns Feuerwehrleute und Soldaten verbindet das Band der Kameradschaft,
    uns im Sprtverein verbindet die gemeinsame Sportausübung,
    uns Christen verbindet der Glaube an den dreifaltigen Gott und die Auferstehung,
    uns Menschen verbindet die Liebe zum Nächsten,
    uns ….
    — Egon Ossowski aus Handewitt

  • Was uns verbindet, ist nicht die gleiche Meinung, sondern der gegenseitige Respekt. Wer die Würde des anderen achtet, findet immer eine Brücke zueinander.
    Der gemeinsame Boden ist das Wissen um den festen Wert eines jeden Menschen. Echtes Zusammenleben wächst dort, wo wir einander mit offenem Herzen begegnen.
    — Gerhard Schasberger aus Flensburg

  • Mehr Menschlichkeit und Freundlichkeit, sich gegenseitig helfen und unterstützen ohne Wertungen, Hintergründe oder Kulturen miteinzubeziehen!— aus Hamburg

  • Uns hält nicht zusammen, dass wir gleich denken, sondern dass wir einander auch im Widerspruch als Menschen achten. Zuhören, prüfen, unterscheiden und korrigierbar bleiben. Frieden entsteht nicht durch die Abwesenheit von Unterschieden, sondern durch die Art, wie wir mit ihnen umgehen.— Rocco Tolomeo aus Hamburg

  • Uns Menschen hält zusammen, dass wir uns gegenseitig brauchen. Wir teilen dieselbe Welt miteinander und irgendwie müssen wir miteinander aushandeln, wie wir darin leben wollen.— Julia aus Norderstedt

  • Was hält uns zusammen?
    Ich habe ein sehr altes Pferd. Dem habe ich versprochen, mich jeden Tag zu kümmern.
    Dank einer sehr guten stallgemeinschaft ist das möglich.
    Es ist viel Arbeit und Engagement nötig aber es ist zum Wohle des Pferdes.
    Liebe Grüße
    Claudia Brand
    — Claudia brand aus Malente

  • Der Wunsch, gemeinsam mit Allen glücklich und in Frieden zu leben.— Markus Hansen aus Süderbrarup

  • Auf dem Weg von vorgestern nach übermorgen…. Unterwegs im Jetzt und nicht allein.— anonym

  • Und hält zusammen:
    Respektvoller Umgang, Zugewandtheit, Zuhören…
    Familie , Freundeskreis,
    Glaube, Austausch auch hier.
    Was die Gesellschaft betrifft: hier driftet ja alles auseinander, so dass nur das Grundgesetz zusammenhält ( noch)
    — Heidrun Junge aus Hamburg

  • Gegenseitige Achtung, Toleranz, Respekt, Ehrlichkeit und Offenheit— Wolfgang Pfingsten aus Zarnewanz

  • Wir hören zu, nehmen uns Zeit füreinander, unterstützen uns gegenseitig so wie es gebraucht wird.— Reimann Susanne aus Bosau

  • Die Liebe zu verschiedenen Dingen und Interessen. Zum Beispiel zu Kunst, Essen, Musik, Mode und Kultur.— anonym

  • Geschützte Räume, wo gemeinschaftliche Projekte oder Projekte fürs Gemeinwohl entstehen. Auch neue Menschen kennen zu lernen, die in meiner Umgebung sich für Demokratie und Vielfalt engagieren inspiriert mich!— Anna aus Hamburg

  • Glaube, Hoffnung, Liebe, und jede von ihnen ist mal die Größte, je nach Zeitpunkt!— Ole Schmidt aus Kiel

  • Ein Lächeln zu Fremden auf der Straße, ein aufrichtiges Danke für Hilfe im Supermarkt, das Anbieten eines Sitzplatzes im Bus und viele kleine weitere Momente… Diese wertvollen Kleinigkeiten bieten Begegnungsmomente sowie das Gefühl von Gemeinschaft.
    Lasst uns mit offenen Armen durchs Leben laufen, um uns miteinander Zusammengehörig zu fühlen!
    — Paula aus Kiel

  • Gemeinsame Ziele und Werte (z.B. Offenheit, Toleranz) sind der Kitt für Gesellschaft.— Tanja

  • Was hält uns zusammen? Für mich ist es Jesus Christus. Ich bin vor kurzem von der evangelischen zur katholischen Kirche konvertiert und habe dabei neu erfahren, wie wichtig geistliche Heimat ist. Zusammen hält uns nicht, dass wir gleich denken, sondern dass Gott jeden Menschen liebt und ihm Würde schenkt. Das darf auch unsere Begegnungen prägen.— Kirsten Böcker aus Norderstedt

  • Über alle Grenzen hinweg halten die gleichen grundlegenden Werte, Ziele und Hoffnungen, wie Sicherheit, Frieden, dass es den Kindern besser gehen soll etc., zusammen. Wenn diese Dinge umgesetzt werden müssen, rauft man sich zusammen.— K. Lass

  • Zum "zusammenhalten" müssen wir mehrere sein. Sind wir nicht. Unsere Gemeinde umfasst nun Rendsburg-Eckernförde-Schleswig-Hohenwestedt. Unsere bisher genutzte Kirche wurde abgerissen, lohnte sich nicht mehr. Meine verstorbene Schwiegermutter wollte das Sakrament "Letzte Ölung". Kein Pfarrer. Ich glaube, zu meiner Beerdingung kommt auch keiner.— Lehmann aus Büdelsdorf

  • Jeder Mensch möge die Würde seiner Mitmenschen achten – bedingungslos,
    unabhängig von Herkunft und Haltung.
    — anonym