Was
hält uns
zusammen?

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Stärker als früher überlege ich, darf ich das in dieser Runde sagen?“ „Mit vielen kann ich über meine Meinung nicht reden, ohne dass die Situation eskaliert.“ „Bestimmte Themen spreche ich gar nicht an, weil ein Austausch darüber nicht mehr möglich ist.“ Solche Aussagen begegnen mir häufig und zeigen mir: Unsere Gesellschaft hat sich verändert.

Was ist der Kitt, der uns zusammenhält? Diese Frage beschäftigt mich als Mensch und Bischof schon seit der Coronakrise. Gibt es diesen Boden noch, der uns erlaubt zu streiten, ohne dass mein Gegenüber zum Gegner wird?

Es ist aber keine Lösung, die eigene Überzeugung aufzugeben: Mir ist es wichtig, klar Stellung zu beziehen und für meinen Glauben, meine christlichen Werte einzustehen. Aber genauso wichtig ist es mir, allen Menschen mit Wertschätzung zu begegnen – gerade auch denen, die andere Standpunkte vertreten. Nicht wegen ihrer Meinung oder ihres Verhaltens, sondern um ihrer Menschenwürde willen.

Was hält uns trotz unterschiedlicher Positionen zusammen? Mir ist es ein Anliegen, dass wir miteinander anfangen, nach diesem gemeinsamen Boden zu suchen, nach dem Kitt, der uns zusammenhält. Darum schreibe ich Ihnen heute. 

Bitte machen Sie bei der Aktion „Was hält uns zusammen?“ mit. Ich freue mich auf Ihre Antwort, und vielleicht ist diese Frage auch etwas für ein Gespräch mit anderen in Ihrem Umfeld.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
+ Stefan Heße
Erzbischof von Hamburg

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Diskutieren Sie mit: Was hält uns zusammen?

Was verbindet uns, auch dann, wenn Meinungen, Erfahrungen und Überzeugungen auseinandergehen?

Am 4. September zeigt eine große Wand im Alstertal-Einkaufszentrum den ganzen Tag über, was Menschen auf die Frage „Was hält uns zusammen?“ bereits geantwortet haben. Wer an diesem Tag im AEZ unterwegs ist, kann eine eigene Antwort auf eine Karte schreiben und sie an der Wand ergänzen.

Von 16:30 bis 18:00 Uhr sprechen zudem Erzbischof Stefan Heße und weitere Gäste darüber, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Hören Sie zu, bringen Sie sich ein und diskutieren Sie mit.

Dialogveranstaltung „Was hält uns zusammen?“
Wann: 4. September 2026, 16:30–18:00 Uhr
Wo: Untergeschoss des Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ), Heegbarg 31, 22391 Hamburg

Es nehmen teil:
Erzbischof Dr. Stefan Heße, Erzbistum Hamburg
Julia André (Körber-Stiftung, Leiterin Bereich Alter und Demografie)
Lilian Thiesen und Viktoria Rabe (Schülerinnen der Sophie-Barat-Schule)
Ansgar Wimmer (Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Vorsitzender des Vorstands)
Oliver Stork (1. Vorsitzender des Duvenstedter Sportverein von 1969 e.V.)

Weitere Veranstaltungen folgen.

Was hält uns zusammen?

Niemand weiß das wohl allein. Aber jede und jeder von uns kennt ein Stück der Antwort: aus dem eigenen Leben, der Nachbarschaft, der Arbeit, aus dem, was man im Alltag erlebt.

Dieses Wissen wollen wir zusammentragen. Ihre Erfahrung gehört dazu. Schreiben Sie in das Formular, was uns aus Ihrer Sicht zusammenhält.

Alle Antworten machen wir auch online sichtbar und stellen sie ausgedruckt an verschiedenen Orten im Norden aus.

Uns hält zusammen …

  • Echt Orte der Begegnung wie jugendtreffs, altentreffs oder kulturzentren anstatt nur hinter dem Rechner zu sitzen— anonym

  • Verständnis,
    Mitgefühl,
    Vertrauen,
    Verzeihen mir und anderen,
    DIE LIEBE
    ES IST EIN GROSSES, HOHES Ziel – Lieben wie Jesus Christus es uns gezeigt und gelebt
    hat.
    — Brigitte Breun

  • Empathie.— Kai aus Hamburg

  • Nur der Glaube an Gott kann uns noch zusammen halten!— M.Marquardt aus Hamburg

  • Uns hält zusammen
    -die Familie
    -gute Freunde
    -fairer Umgang miteinander
    -faire Diskussionen um Kirche, Politik und Gesellschaft
    -das Zulassen von unterschiedlichen Meinungen mit
    gut begründenden Argumenten
    — Gertrud und Hermann Josef Wagner aus Wedel

  • Gemeinsame Ziele und Werte (z.B. Offenheit, Toleranz) sind der Kitt für Gesellschaft.— Tanja

  • Ich würde gern die jüngeren aus der Gemeinde öfter treffen. Das geht nicht mehr, denn wir haben nur noch Donnerstagmorgens um 9 Uhr Messe oder Wortgottesdienst.
    Keine Messe am Wochenende hält uns nicht mehr zusammen
    — Petra Wechsel aus Malchow

  • Nächstenliebe— anonym

  • Ich arbeite mit vielen Kollegen mit Migrationshintergrund zusammen und mache die Erfahrung durch Fragen „ wie ist das bei euch?“ bei uns „ist es so „ bis hin zu „ wir haben Gemeinsamkeiten“ wie Abraham Isaak Ismael Moses Maria….. wir sind Geschwister oder Cousin / Cousinen…….
    Wir können uns im Respekt des anders sein begegnen
    — anonym

  • Das Traurige in der Welt ist:
    Nicht nur Mitgefühl, Geborgenheit, Sicherheit, Hilfsbereitschaft, Offenheit, Freundschaft, Heimatgefühl, eine intakte Familie, Liebe etc., halten eine Gesellschaft zusammen, sondern
    auch Hass, Feindseligkeit, Neid, Egoismus kann uns zusammen halten.
    — Egon von Franken aus Hamburg

  • Uns Menschen hält zusammen, dass wir uns gegenseitig brauchen. Wir teilen dieselbe Welt miteinander und irgendwie müssen wir miteinander aushandeln, wie wir darin leben wollen.— Julia aus Norderstedt

  • Konflikte gehören zum Leben. Frieden entscheidet, ob sie uns trennen oder zusammenhalten. Er gibt uns die Kraft, einander wieder zu begegnen, Unterschiede zu überwinden und den Glauben an eine gemeinsame Zukunft nicht zu verlieren.— Nils aus Hamburg

  • Wir sollten damit beginnen einander nicht vorsätzlich misszuverstehen. Oft braucht es nur ein Schlagwort und wir ordnen Menschen Kategorien zu. Wir sollten einen Austausch weder an Sympathien festmachen noch müssen wir einander überzeugen. Es braucht Menschen, die versuchen einander zu verstehen, gerade, wenn sie anderer Meinung sind; Erklärs mir!— E. Feuerstein aus Hamburg

  • Die Liebe zu Gott— marko becker aus Hamburg

  • Die Liebe!— Emídio aus Hamburg

  • Uns hält zusammen, dass wir einander durchs Leben begleiten – uns lieben und annehmen, miteinander lachen und uns tragen, wenn es schwer wird. Für mich zeigt sich darin (christliche) Nächstenliebe!
    Denn Zusammenhalt bedeutet für mich nicht, gleich zu sein, sondern mit unseren Unterschieden füreinander da zu sein.
    — Cília M.R.B.

  • Für einander da sein, ohne wenn und aber und ohne kulturelle Einwände. Diese Werte sind leider verloren gegangen.— Jürgen Schigulski aus Boostedt

  • Die Liebe, Freude und Interesse an anderen Menschen.
    Unabhängig von ihrer Herkunft
    — anonym

  • Traditionen
    Kultur
    Werteordnung
    Sprache
    Toleranz
    Respekt
    — Oliver aus Hamburg

  • Was hält uns zusammen? Eine sehe gute Frage. Zusammenhalt entsteht, wenn man jedem ,egal ob Frau oder Mann, alt oder jung, egal welcher Nationalität mit Respekt begegnet und man sich bewusst macht, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat.— Franziska aus Kiel

  • Die Hoffnung auf eine freie, gerechte und solidarische Gemeinschaft.— Rolf Bechmann aus Hamburg

  • Gespräche, Gemeinschaften, Glauben an dieselben Grundwerte.— EKKARD BAEUERLE aus ROSTOCK

  • Wir alle sind Menschen. Uns eint das Bedürfnis nach Sicherheit und einem verlässlichem Zuhause, in dem wir sein dürfen wie wir sind. Ohne beurteilt oder gar verurteilt zu werden.— anonym

  • Hochwürden nach KÖLN glaube ich der katholischen Kirchliche kein Wort mehr. Obwohl ich drei
    Jahre im Kloster in Baden- Baden
    war .Gott möge ihn Vergeben.
    — Hannelore Krüger aus Hamburg

  • Die Familie, die Freunde, die Bekannten, die Nachbarschaft, mit Interesse, Verständnis, Respekt und Toleranz entgegen kommen, das ist der Kit, der möglichst elastisch bleiben sollte.— Luigi aus Hamburg

  • Was hält uns zusammen?
    Die hl. Messe, unser Glaube an die Wirklichkeit Jesus Christus
    Ökumenischer Bibelgesprächskreis
    Seniorengruppen, Gespräche.
    Und fang bei dir selbst an:
    Siehe Matt 7.3. "Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?" Und Lukas, Kapitel 6.49 "Bergpredigt"
    — Reinhard Guntermann aus Großenaspe

  • Sehr geehrter Herr Erzbischof Dr. Stefan Heße, mit Respekt grüße ich Sie. Ich bin ein gläubiger römisch-katholischer Christ. Ich glaube an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Ich fühle mich dem Papst Leo XIV. und der katholischen Kirche tief verbunden. Mein Beitrag darf veröffentlicht werden. Mit herzlichen Grüßen Christian.— Christian aus Hamburg

  • Toleranz, globales Denken und Gleichberechtigung stehen ganz oben auf der Liste. Schon immer haben wir im hohen Norden die Ökumene gelebt. Heute ist sie wichtiger denn je . Dazu zählt auch das Überwinden von veralteten Normen!— anonym

  • – Die goldene Regel:
    "Was Du nicht möchtest, das man Dir antut, das füge auch keinem
    anderen zu."
    – Auf positive Entwicklungen schauen.
    – Was kann ich in meinem Umfeld tun für ein gutes
    Zusammenleben?
    — Rainer Bartosch aus Hamburg

  • Nur tragfähige Werte wie Offenheit, Akzeptanz, Respekt und letztlich Liebe im christlichen Sinn halten uns zusammen. Dass wir als Einzelner nichts auf dieser Welt sind, sondern insgesamt und langfristig nur als Gemeinschaft leben und uns entwickeln können, sollte auch unser eingeschränktes menschliches Ego möglichst bald erkennen.— Heinz aus Norderstedt

  • Die Liebe und Barmherzigkeit JESU CHRISTI.— anonym

  • Rücksichtsvoll, Respektvoll und mit einem Lächeln— aus Hamburg

  • Menschen haben unterschiedliche Werte und Überzeugungen. Wenn jemand anders denkt oder lebt, sollte daraus keine Aggression entstehen. Ich kann nur mein eigenes Verhalten beeinflussen und anderen mit Respekt begegnen. Doch wenn dieser Respekt nicht zurückkommt, muss ich Abstand halten. Zusammenhalt ist nicht mit jedem möglich— Anonym aus Anonym

  • Die Liebe, Wunder der Heilung, der Druck von Außen und unsere Ähnlichkeit als biologische Wesen halten uns zusammen.

    Dr. Stephan Hoffmann
    Hausarzt in Kiel
    — stephan hoffmann aus kiel

  • Die Begeisterung für eine gemeinsame Sache – ob es nun die Lieblingsmannschaft im Sport ist oder der Gemeindestandort der Kirche und ich freue mich auf jeden Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst und jedes Spiel Heimspiel "meiner" Mannschaft.— Kerstin aus Bad Bramstedt

  • Das Mitgefühl. Und das hat so viele Gesichter. Schlimm, dass manche genau das beschädigen, indem sie Keile in die Gesellschaft treiben und Menschen ausgrenzen, verächtlich machen und ihren Wert aberkennen. Was diese dann unwert für Mitgefühl macht.— Johannes aus Hamburg

  • Liebe, Hoffnung, Verständnis und der Glaube…an was auch immer, damit man sich in schweren Zeiten daran "klammern" kann.— Bettina Herbst

  • Verwundbarkeit, Empfindsamkeit, Schmerz, Krankheit, Tod.— Kaya aus Lübeck

  • Über alle Grenzen hinweg halten die gleichen grundlegenden Werte, Ziele und Hoffnungen, wie Sicherheit, Frieden, dass es den Kindern besser gehen soll etc., zusammen. Wenn diese Dinge umgesetzt werden müssen, rauft man sich zusammen.— K. Lass

  • Wir alle wollen für uns (alle) das Beste. Jeder hat seine eigene Vorstellung, was es nun sei und die Gepflogenheiten im gegenseitigen Umgang und Diskurs sind verblasst, jedoch bleibt unterm Strich die Überzeugung, dass der eigene (Meinungs-)Kampf sich im Sinne der Allgemeinheit lohnt. Es mag sein, dass es das ist, was uns zusammenhält.— F. F. aus Hamburg

  • Unsere Liebe zu IHM – bei aller Verschiedenheit eines jeden einzelnen , hält uns zusammen. Ein Leib, viele Glieder, das Haupt ist Jesus Christus. Das Wissen, dass ein jeder von Gott gewollt und geliebt ist. Geschaffen nach seinem Abbild, IHM ähnlich.
    Hilf uns, Herr, in jedem Gegenüber dein liebendes Antlitz zu entdecken
    — Andrea Jung aus Schafflund

  • Der Respekt vor anders denkenden Menschen. Zuhören und sich in den anderen einfühlen.— Dagmar

  • – Liebe
    – Miteinander sprechen, sich zuhören, lachen, feiern
    – gegenseitiger Respekt
    – 3. Orte (wo man umsonst zusammenkommen kann)
    — anonym

  • Unser gemeinsames Menschsein hält uns zusammen – es ist die Basis für die Werte, die wir teilen: Menschlichkeit, Respekt, Hilfsbereitschaft, Empathie, Toleranz.— aus Hamburg

  • Die ethischen Grundsätze des neuen Testamentes, insbesondere die Botschaft von Jesus, sollten uns Richtschnur geben und uns zusammenhalten. Die katholische Kirche sollte sich für die Menschlichkeit und Rücksichtnahme einsetzen, wie bisher. Niemand darf aufgrund seiner Hautfarbe, Nationalität, Religionszugehörigkeit in Deutschland verfolgt werden!— anonym

  • Und hält die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft fremder Mitmenschen zusammen.— Anna Maria Klahr aus Sandesneben

  • Vertrauen, Liebe, Glaube, Kommunikation und Toleranz— Hans Joachim Beckers aus Kronshagen

  • Die Liebe Gottes zu uns Menschen hilft mir, auf den Anderen zuzugehen. Ihm zu vertrauen. Immer wieder. Auch wenn es schwer fällt.— Michaela P.

  • Die Neugier andere Menschen und Meinungen kennen zu lernen und vielleicht zu verstehen und meine Gedanken und Erfahrungen zu hinterfragen.— Christina aus Hamburg

  • Liebe; Angst, allein zu sein; gemeinsame Werte; Anstand; Nächstenliebe— anonym